Damen: Torfeuerwerk am 3. Advent

Mit viel Vorfreude und hohen Erwartungen gingen die Marzahner Damen in ihr zweites Spiel der Saison. Gegen TiB war die Hoffnung auf einen ersten Sieg so groß wie selten zuvor.

Zu Beginn tasteten sich beide Teams vorsichtig heran, da sowohl Marzahn als auch TiB mit einem sehr knappen Kader antraten. Schnell wurde jedoch klar, dass Marzahn mutig und entschlossen den Weg nach vorne suchte. Aayana brachte von Beginn an starke Bälle in die Offensive, und bereits in der zweiten Minute wurde es erstmals gefährlich im gegnerischen Schusskreis: Juli kam zum Abschluss, Lucy setzte energisch nach. Auch TiB erspielte sich eine frühe Chance, doch Susi war gedankenschnell zur Stelle. Marzahn antwortete prompt: Leni trug den Ball aus dem eigenen Schusskreis nach vorne und bediente Anna, deren Abschluss nur knapp das Tor verfehlte.

In der 6. Minute folgte die erste Strafecke für Marzahn – und die saß. Anna bediente Juli, die den Ball unhaltbar in den linken oberen Winkel setzte: 1:0. In der Folge kontrollierte Marzahn das Spielgeschehen, ließ kaum Chancen zu und konnte sich auf eine sichere Susi im Tor verlassen. Auch die nächste Strafecke in der 10. Minute wurde konsequent genutzt. Anna spielte auf Lucy, die direkt zum 2:0 verwandelte. Marzahn blieb offensiv präsent, Frances setzte sich mutig im Schusskreis durch, fand jedoch noch keine Abnehmerin. Ein kurzer Schreckmoment folgte in der 12. Minute: ein Fehlpass im eigenen Schusskreis ermöglichte TiB den Anschlusstreffer zum 2:1. Kurz vor Viertelende erhöhte TiB noch einmal den Druck, blieb mit zwei Strafecken jedoch ohne Erfolg – erneut dank starker Reaktionen von Susi.

Das zweite Viertel begann mit viel Tempo und Druck in Richtung gegnerisches Tor. Direkt nach Anpfiff spielte Aayana einen starken Ball auf Juli, den die Torhüterin zunächst parierte. Leni setzte nach, eroberte den Ball zurück und sicherte Marzahn die nächste Strafecke. Diese verwandelte sie selbst nach Zuspiel von Anna souverän zum 3:1. Auch danach blieb Marzahn am Drücker: nur wenig später erhöhte Juli nach einem abgefangenen Fehlpass im Schusskreis auf 4:1. Auch defensiv zeigte sich das Team stabil. Aayana störte früh, Frances setzte kluge Akzente im Aufbau, und Susi entschärfte mehrere Abschlüsse sicher. Eine weitere Strafecke in der 22. Minute brachte beinahe das nächste Tor, doch Lucys Abschluss ging knapp am Pfosten vorbei.

In der 26. Minute war es dann erneut so weit: Wieder legte Anna per Strafecke für Juli auf, die zum 5:1 traf. Kurz vor der Halbzeit musste sich Susi nach einer Strafecke dann doch geschlagen geben. Zwar verteidigte Marzahn zunächst, doch der anschließende Siebenmeter brachte TiB auf 5:2 heran. Mit klarer Überlegenheit und drei Treffern im zweiten Viertel ging Marzahn hochverdient in die Halbzeitpause.

Der dritte Spielabschnitt begann direkt mit der nächsten Strafecke für Marzahn – und erneut mit Erfolg. Anna spielte auf Lucy, die zum 6:2 einnetzte. Das Spiel blieb weiterhin eckenreich. Eine Strafecke gegen Marzahn landete am Pfosten, kurz darauf nutzte TiB ein schön ausgespieltes Zwei-auf-Eins zum 6:3.

Davon unbeeindruckt erhöhte Marzahn wieder den Druck. Ein Abschluss strich knapp am Pfosten vorbei, während TiB eine weitere Überzahlsituation ungenutzt ließ. Nach einer weiteren Strafecke gegen Marzahn bekam Susi in der 41. Minute die Chance zur Revanche: den halbhohen Siebenmeter parierte sie stark. Die vorzeitige Entscheidung fiel schließlich in der 53. Minute. Nach einer starken Einzelleistung über außen fand Anna Lucy, die eiskalt zum 7:3 vollendete. Mit dieser verdienten Vier-Tore-Führung ging Marzahn selbstbewusst in das letzte Viertel.

Das letzte Viertel begann mit einem direkten Zeichen der Marzahner Offensive. Nach einem schnellen Angriff fand ein guter Ball von Aayana den Weg zu Anna, die auf Juli ablegte. Die gegnerische Torhüterin war kurz verwirrt, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Kurz darauf gelang TiB der Treffer zum 7:4. Marzahn ließ sich davon jedoch nicht beirren und antwortete nur wenig später. Juli setzte sich entschlossen durch und lief allein auf die Torhüterin zu. Im Eins-gegen-Eins behielt sie die Nerven und erhöhte auf 8:4.

Die Antwort der Gegnerinnen ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nach einer Strafecke gegen Marzahn schlug TiB eiskalt zu und verkürzte auf 8:5. Doch auch dieses Gegentor brachte Marzahn nicht aus dem Konzept. Nur wenige Minuten später eroberte Frances in der Mitte stark den Ball, marschierte entschlossen in den Schusskreis und zog einfach ab – 9:5. Nach einem kurzen Zittern fand Marzahn wieder besser ins Spiel und erspielte sich weitere Chancen im gegnerischen Schusskreis. Defensiv wurde es jedoch zunehmend schwieriger: nach einer Verletzung von Lucy standen keine Auswechselspielerinnen mehr zur Verfügung. Zusätzlich fiel Leni aus, sodass die letzten Minuten in Unterzahl bestritten werden mussten.

Frances versuchte es in der 57. Minute noch einmal mit einem Solo, blieb diesmal jedoch ohne Erfolg. In den Schlussminuten erhöhte TiB nochmals den Druck und traf zum 9:6. Einen weiteren gut platzierten Abschluss konnte Susi mit einer starken Parade entschärfen. Trotz der anstrengenden Schlussphase und Unterzahl brachte Marzahn die Führung souverän über die Zeit und sicherte sich mit einem 9:6-Erfolg verdient den ersten Sieg der Saison.

Geschrieben von Helena

Damen: Neubeginn in Falkensee

Nach Jahren ohne aktive Damenmannschaft feierten die Marzahner Damen am Sonntag ihr Comeback auf dem Hallenparkett. Begleitet von Trainer Lukas stellten sie sich zum ersten Spiel der Saison der Mannschaft des HC Falkensee. 

Von Beginn an wurden die Marzahnerinnen defensiv stark gefordert: bereits in der zweiten Spielminute musste Torhüterin Susi erstmals eingreifen, zeigte jedoch sofort ihre Klasse und hielt stark. In den Anfangsminuten fiel es Marzahn noch schwer, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien und Ruhe ins Spiel zu bringen.

In der dritten Minute kam auch schon der erste Rückschlag – Falkensee ging mit einem frühen Treffer 1:0 in Führung. Trotzdem ließen sich die Marzahner Damen nicht beirren. In der fünften Minute glänzte Anna mit einer schönen Einzelaktion im Schusskreis der Gegnerinnen. Diese blieb leider ohne Torerfolg, war aber gleichzeitig ein wichtiges Zeichen: Marzahn war im Spiel angekommen.

Wenige Minuten später vereitelte Susi mit einer weiteren starken Parade eine große Chance der Gegnerinnen und hielt Marzahn souverän im Spiel. Die erste gegnerische Ecke in der zehnten Minute lief Juli entschlossen und sauber ab. Nach und nach fand Marzahn immer besser in die Partie. Das erste Viertel war insgesamt geprägt von intensivem Mittelfeldspiel und zahlreichen Zweikämpfen.

Im zweiten Viertel startete Falkensee startete deutlich wacher und setzte Marzahn sofort mit hohem Tempo und frühem Pressing unter Druck. Besonders in dieser Phase zeigte sich Torhüterin Susi in Topform: sie blieb ruhig, sortierte die Defensive und lief die Ecken selbst kompromisslos ab. Dadurch ließ sie keinen einzigen wirklich gefährlichen Torschuss der Gastgeberinnen zu und hielt Marzahn im Spiel.

Doch Falkensee blieb hartnäckig. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten sie schnell um und nutzten einen sauber ausgespielten Drei-gegen-eins-Konter zur 0:2-Führung. Marzahn bewies jedoch Moral: die Defensive mit Aayana, Heike, Sabi und Alina arbeitete aufmerksam, blockte mehrere Abschlüsse und verteidigte die nächste gegnerische Ecke erfolgreich. Doch ein unglücklicher Abwehrfehler im Anschluss führte schließlich zum zwischenzeitlichen 0:3.

Die Marzahner Damen ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Sie kämpften sich zurück ins Spiel, wurden offensiv mutiger und suchten immer häufiger den Weg nach vorn. In der elften Minute setzte Juli dann ein Ausrufezeichen: sie eroberte den Ball, ließ die gegnerische Abwehr hinter sich und vollendete technisch stark zum 1:3-Anschlusstreffer – ein Tor, das der ganzen Mannschaft noch einmal sichtbar Auftrieb gab.

Falkensee erwischte auch im dritten Viertel den besseren Start. Susi war wieder von Anfang an gefordert. Sie hielt mehrere gefährliche Bälle stark und brachte die Gegnerinnen mit ihrer Ruhe fast zur Verzweiflung. 

In der 37. Minute dann ein erneut starker Angriff von Anna, die sich kraftvoll durchsetzte und anschließend Juli bediente. Ihr Abschluss kam hoch aufs Tor, doch die Torhüterin von Falkensee verhinderte den Anschlusstreffer. 

Kurz darauf folgte in der 41. Minute eine weitere Ecke für Falkensee. Susi reagierte hellwach, lief mutig heraus und entschärfte die Situation erneut souverän. Auch danach blieb Falkensee weiterhin spielbestimmend. Trotz starker Abwehrleistungen am Schusskreis durch Sabi, gelang Falkensee ein weiterer Treffer – das 1:4.

Zum Abschluss des dritten Viertels wurde es noch einmal brenzlig: in der 45. Minute bekam Falkensee erneut eine Ecke. Doch auch diesmal war die „Maschine“ Susi sofort zur Stelle. 

In das letzte Viertel startete Marzahn als die bessere Mannschaft. Zunächst beeindruckte Anna mit einem schnellen Lauf von der eigenen Hälfte direkt in den gegnerischen Schusskreis. Kurz darauf glänzte Juli erneut durch eine starke Einzelaktion und setzte den Ball knapp am Pfosten vorbei. Gemeinsam sorgten die beiden Sturmspielerinnen immer wieder für Druck auf die Gegnerinnen. Anna kombinierte sich mehrfach in die gegnerische Hälfte und fand immer wieder Juli im Schusskreis – ein weiteres Tor blieb Marzahn aber leider verwehrt.

Obwohl Marzahn in den ersten Minuten Falkensee gut in Schach hielt, konnten die Spielerinnen aus Falkensee auf 1:5 erhöhen. In den letzten Spielminuten ließ die Intensität dann spürbar nach. Zwar brachten die Spielerinnen aus Falkensee noch einige Bälle aufs Tor, doch Susi war nicht mehr zu überwinden. Sie parierte noch zwei weitere Eckenschüsse durch schnelles Herauslaufen, sodass zum Ende des Spiels die Superlative für Susis Leistung ausgegangen waren.

Für ein Team, das nach Jahren wieder neu zusammengefunden hat, zeigten die Marzahner Damen eine bemerkenswert starke und mutige Leistung. Mit einer überragenden Torhüterin Susi, viel Einsatzbereitschaft und sehenswerten Offensivaktionen haben sie bewiesen, dass sie absolut konkurrenzfähig sind. Trotz eines dezimierten Kaders mit nur einer Auswechselspielerin wuchsen alle über sich hinaus und zeigten Ausdauer und Spielstärke. 

Geschrieben von Helena